Abheben soll man mit Gefhl.
Wer achtzehn schreibt, gewinnt das Spiel.
Mit Aug` und Achsel deutet man
den Anteil an Perlaggen an.
Bedenk`, dass mit dem besten Blatt
schon mancher blo blamiert sich hat.
Biete nicht blind, bleib stets besonnen!
Bock werfen bringt besondere Wonnen.
In China und im Czschechenland
ist das Perlaggen kaum bekannt.
Des Spieles Chance wird gedrechselt
wie das Chamleon Farbe wechselt.
Der Daumen deutet dir Trumpf-As.
Drei bieten darfst du nie im Spa;
Dampfplaudern hilft dabei zwar viel;
der dritte Stich erst deichselts Spiel.
Mit eingefleischter Ehrlichkeit
bringt ein Perlagger es nicht weit.
Kann ernstlich kaum Erfolg erwarten'
ein Esel mit elenden Karten.
Falsch spielt, wer nicht tut Farb` bekennen.
Das As hrt` auch oft Fack man nennen.
Fein blufft, wer frech fingieren kann,
die Finger deuten Feger an.
Ganz auf den Geit gehn, geht oft schlecht.
Dem Gegner gnne gern, was recht.
Dem Geber auf die Finger schauen
ist kein Gestndnis von Vertrauen.
Den Hanger sollt man dann halt haben,
wenn Hoffnungen aufs Spiel sich geben.
Hauptsache bleibts, mit vollen Hnden
sich richtig hin und her sich wenden.
Innsbruckerisch wird meist gespielt.
Infam ist, wer den Martl stiehlt.
Das Irrefhren und das Jagen
soll jeder gern als Jux vertragen.
Kein Kiebitz macht sich sehr beliebt,
der krftige Kritiken bt.
Mit Karten ohne Krit und Assen,
ists klger, Dreie kreiden lassen.
Leicht kann den Liter man erringen
mit Launen, List und losen Lgen.
Wer auf der linken Linie sitzt,
lern lachen, weil der Groll nichts ntzt.
Mit Mischen schon mcht mancher streben,
mglichst sich selbst den Martl zu geben.
Mangel an Mut wird leicht verlacht.
Mitleid weckt, wer mit viel nichts macht.
Der Neuling macht oft nichts als Stu:
wer nichts als nur nachgeben mu,
bucht Noggelen und Niederlagen.
Wenn nichts "natur" ist, sollst dus sagen.
Der Ochse legt kein Osterei.
Auch ohne was schreibt man oft drei.
Ein Oberkellner mu viel laufen.
Auch den Trumpf-Ober darfst du taufen.
Beim Preis-Perlaggen brauchts auch Glck.
Wer packelt packle mit Geschick.
Den Partner hat man stets zu fragen.
Manch guten Punkt bringt promptes Jagen.
Mit einem Gleich von quattro Haxen,
ist es recht qualvoll einzudaxen.
Das Quatschen, bis der anre geht,
den Spieler zeigt von Qualitt.
Perlaggen ist ein Ruberspiel,
das recht oft geht, wie mans nicht will.
Der raffiniertere Ratscher siegt,
wer redlich, ruhmlos unterliegt.
Des Spielers seltsamste der Gaben
sei es, fr sich stets Sau zu haben;
sonst sind umsonst die schnsten Tricks,
er kriegt doch sicher seine Wix.
Wer rechtes Schulterzucken hat,
zeigt, dass Schellsiebner sei im Blatt;
Schneider zu werden gilt als Schand.
wer schlau schreibt, schriebt sich allerhand.
Gotteswort und Perlaggerstreit
stehn stark bis in die Ewigkeit.
Auswirft stets, wer im Stich geblieben.
Staudigen darfst du nach Belieben.
Die Gegner tchtig Trmpfe schwitzen,
wenn sichs takt trifft, Trumpf-As zu ritzen.
Den Trumpfperlagg, den tauscht und tauft man,
den Trostpreis aber, den versauft man.
Umwandle gleich, wenns ungewiss,
dass ne Figur sich machen lie`.
Umsonst sind bung oft und Umsicht,
wenn unversehens einer dumm sticht.
Mit einem Vierfach zu verlieren,
verstimmt und wird vielfach recht stieren.
Vorteil vergiebt und nichts versteht,
wer voreilig sein Blatt verrt.
Der Welli ist der hchste nicht,
weil ihn der Martl wirft und sticht.
Wehdem, der sich beim Weisen irrt!
Wein auszuspielen liebt der Wirt.
Die Frage bleibt immer offen:
Wer hat den meisten Spielwein gsoffen?
Das oberste Perlagger-G`setz
sei stets: Die Hauptsach ist die Hetz!
Manch zweifelhafter Zwischenfall
zeugt stark von Zerwrfniss und Skandal.
Doch ziemlich zwecklos ist das Streiten,
da man den Zwist kann unterbreiten
dem Zunftperlagger-Schiedsgericht,
das zweifelsfrei sein Urteil spricht.
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